Klausurwochenende freiLand Potsdam vom 02.05.2022
Ende April war es soweit: Nach mehreren Monaten inhaltlicher Vorbereitung fand die erste Klausurfahrt des freiLand Potsdam seit mehreren Jahren statt. Keine ganz triviale Aktion: Im freiLand arbeiten ca. fünfzig unterschiedliche Organisatione, Initiativen, Projekte und Einzelpersonen - von Künstler:innen, professionell-sozialpädagogische Vereine, Sport- und Theatergruppe, SoLaWi uvm. Ein Großteil davon läuft über unbezahlte Arbeit (gemein "Ehrenamt").
Das Ziel war nichts geringeres, als die eigene Entscheidungsstruktur zu überarbeiten, dabei alte Konflikte ernst zu nehmen ohne sich von ihnen dominieren zu lassen und dann noch einen festgefahrenen Prozess zur Überarbeitung der Trägerstruktur wiederzubeleben. Diese Prozesse sind nicht beendet - das gute ist, dass sie alle begonnen haben und auf dem Wochenende etwas Neues entstanden zu sein scheint.
Ich freue mich, dass die vorbereitende Arbeit "am System" und die intensive Planung des Klausurwochenendes so viel Bewegung gebracht hat. Ich freue mich über die Möglichkeit, diese Bewegung mit initiiert zu haben. Danke an, alle die mich dabei unterstützt haben. Das sind neben allen Interviewpartner:innen und Ideengeber:innen, der Cultus, die für diese Arbeit noch ein paar Taler in ihren Taschen gefunden hat, vor allem diejenigen, die gemeinsame Arbeit mit Engagement Nach vorne bringen.
Danke auch an Florian von stuhlkreis_revolte, der die Konzeption des Klausurwochendes mit Leben gefüllt hat. Er hat uns bei der Klausurfahrt begleitet, orientiert und stets ermutigt, bei auftretenden Problemen nicht in Konflikt- und Aufgabemuster zu verfallen. Danke dafür!
Und jetzt Flo:
Zusammen mit Sebastian die Klausur des Freiland-Projekts im Mai 2022 zu gestalten war eine schöne und spannende Erfahrung. In einem kleinen Seminarhaus auf dem Land kamen über 20 Haupt- und Ehrenamtlich-Engagierte zusammen, um sich selbst eine neue Struktur zur Arbeit und Selbstverwaltung zu geben. Eigentlich sind Strukturprozesse ja meist eine sehr trockene und zähe Angelegenheit; aber in diesem Fall gar nicht! Die Effekte von Sebastians bisheriger Arbeit in diesem Prozess waren deutlich spürbar; die im Vorfeld geführte Interviews, Impulse ins Plenum des Freilands und der konkrete Vorschlag, einen soziokratischen Ansatz auszuprobieren haben dafür gesorgt, dass wir in kurzer Zeit zu einem guten gemeinsamen Plan und Vorgehen kommen konnten.
Als Moderation habe ich besonders die Mischung aus kritischem gemeinsamen Planen und Nachfragen auf der einen Seite und Vertrauen und klaren Rollen im Wochenende andererseits geschätzt. Vielen Dank für das schöne Wochenende, gerne wieder!
Florian Werkhausen, stuhlkreis_revolte