Neujahrsempfang bei Betterplace vom 24.01.2023
Letzte Woche (19.1.) bin ich der Einladung zum abendlichen Neujahrsempfang von betterplace gefolgt. Die Einladung ging an alle Menschen, die im vergangenen Jahr auf der Spendenplattform ein Projekt betreut haben. Mich haben dabei weniger die Inhalte der Veranstaltung oder das damit verbundene Netzwerken interessiert. Mich hat der Spirit von betterplace neugierig gemacht: Warum laden sie mich (und damit x andere Personen mit geringen Projektumsätzen) zu ihrem Empfang ein? Was bewegt betterplace dazu, den direkten Kontakt auf diese persönliche Art zu suchen?
Es war eine schöne Veranstaltung mit herzlicher Begrüßung, kalten Getränken und einem bunten Set an Leuten. Ich bin neugierig hin- und mit einem guten Gefühl weggefahren. Folgende Erfahrungen habe ich mitgenommen:
- Es war eine schöne Gelegenheit, viele Menschen mit unterschiedlichen Projekten und Gestaltungswillen zu treffen. Von Seenotrettung, Obdachlosenhilfe, Krisenchat, Nachbarschafts- und Begegnungszentrum bis hin zu Entwicklungszusammenarbeit war einiges dabei. Dabei ging es mir weniger um die wirkliche Vernetzung. Vielmehr fand ich die vielfältigen Ideen inspirierende und vor allem hat es mir gefallen Menschen zu treffen, die lieber verändern und gestalten als zu stagnieren oder sich zu beklagen.
- Ich bin betterplace dankbar, dass Sie diesen Raum geöffnet haben, um diese Begegnungen zu ermöglichen. Auch dies finde ich inspirierend, dass es anscheinend nicht nur um das Betreiben der Spendenplattform geht. Plattform wie Neujahrsempfang bringen Menschen zusammen, die sonst keine Kenntnis voneinander hätten.
- Inspirierend fand ich zudem die Offenheit des betterplace-Teams gegenüber uns Stakeholdern, Nutzer:innen, Kund:innen oder wie man uns auch nennen möchte. Damit meine ich nicht nur das Kontaktverhalten vor Ort, sondern auch den Umstand selbst, dass Jahresbericht strategische Grobplanung des nächsten Jahres (mit-)geteilt wurden. Das schafft natürlich Vertrauen und auch eine Bindung. In mir ist daraus auch die Frage entstanden, warum nicht viel mehr Organisationen, die für sich einen sozialen oder gemeinwohlorientierten Purpose veranschlagen, dieses einfache Mittel der Kontaktgestaltung nutzen.
- Zudem hat mir der Kontakt nochmal gezeigt, dass gemeinwohlorientiertes Arbeiten nicht mit Selbstaufgabe einhergehen muss, so wie ich es häufig im klassisch sozialen Sektor antreffe. Ich halte jede Unternehmung für begrüßenswert, die Unternehmenszweck, Gemeininteresse und Wohl der Mitarbeitenden in Einklang hält.